Das urbane Habitat kennt eine Vielzahl funktionaler Öffnungen. Als Fußgänger denkt man vielleicht, okay, Hauptsache, man kommt durch. Ohne solche Unterführungen wie hier an einem mittelstädtischen Bahnhof wäre das Fortkommen natürlich noch umständlicher. Deshalb ist der Wanderer voller Dankbarkeit dafür.
Gestalterische Kraft
Man muss sich, bei aller ästhetischer Schlichtheit, aber auch bewusst machen: Irgendjemand hat das gestaltet. Bewusst gestaltet. Den Grad der Kurve berechnet. Die Fliesen ausgesucht. Dafür gesorgt hat, dass die Wandfliesen waagerecht angebracht werden und nicht einfach der konvexen Form der Tunneldecke folgen. Was eine enorme Mühe bedeutet. Den Mülleimer arrangiert. Die Beleuchtung geplant. Die Bodenplatten aus einem Katalog herausgesucht und die notwendige Menge bestellt.
Auch Funktionsräume haben eine Seele.


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